SPD-Stadträte aus Konstanz und Überlingen kämpfen gemeinsam für das Sommertheater in Überlingen. Beide Gemeinderatsfraktionen werden auf einem gemeinsamen Treffen am Montag, den 26. September 2005 in Überlingen ihre Vorgehensweise aufeinander abstimmen.

Das Sommertheater in Überlingen sei eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Aktivitäten des Konstanzer Stadttheaters.

Die Einnahmen aus dem Spielbetrieb und die Zuschüsse der Stadt Überlingen decken einen hohen Anteil der Kosten, erklärt der Konstanzer Fraktionsvorsitzende Jürgen Leipold. Daher sei es geradezu aberwitzig, das vom Publikum gut angenommene Sommertheater zur Disposition zu stellen.

Man müsse sich auch darüber im Klaren sein, dass die Landeszuschüsse nicht nur für Konstanz gegeben würden: „Das Stadttheater ist unser Theater, es ist aber auch das Theater für die Region“.

Oswald Burger, SPD-Fraktionschef in Überlingen, verweist auf umfangreiche Investitionen der Stad Überlingen. Für eine halbe Million Euro wurde die ehemalige Kapuzinerkirche in eine Theaterspielstätte umgebaut. Zusätzlich zu ihrem jährlichen Zuschuss in Höhe von 56000 Euro decke die Stadt Überlingen viele Sachkosten der Aufführungen. Durch den Förderverein erhalte das Sommertheater zusätzliche ideelle und materielle Unterstützung. Davon profitiere der gesamte Konstanzer Theaterbetrieb. „Sommertheater ist Theater-Marketing auf der anderen Seeseite“, meinen die beiden SPD-Kommunalpolitiker.

Anstatt das Projekt in Frage zustellen, sollten bald Verhandlungen über die Zukunft des Sommertheaters über das Jahr 2006 hinaus aufgenommen werden. Gegenstand dieser Überlegungen müsse auch sein, wie die Zuschauerresonanz und Wirtschaftlichkeit erhöht werden können.