„Wenn wir das Konzerthaus verhindern wollten, müssten wir uns nur zurücklehnen und gar nichts tun.“ Jürgen Leipold, Vorsitzender der SPD-Fraktion, konterte so auf Vorwürfe aus Reihen der CDU. Mit den jetzigen Plänen für Klein-Venedig gäbe es bei einem Bürgerentscheid eine klare Ablehnung. „Das weiss auch die CDU, die daraus aber keine Konsequenzen zieht außer den Bürgerentscheid zu verzögern“.

Die CDU kritisierte das Konzept der SPD, ein Konzerthaus auf Klein Venedig ohne Parkhaus zu planen und stattdessen auf ein konsequentes ÖPNV-Konzept mit einen Park- und Rideplatz, der sehr gut mit Bussen und als zusätzlicher Attraktion mit einem Wassertaxi angebunden ist, zu setzen. Dies wäre eine wirkliche Verkehrsentlastung für die Altstadt und die Möglichkeit, Klein-Venedig als Freizeitgelände aufzuwerten.

Die CDU geht offensichtlich davon aus, dass die Besucher von Veranstaltungen im geplanten Konzerthaus keinen einzigen Schritt zu Fuß gehen können und lehnt es daher ab, überhaupt weiter nachzudenken. Stattdessen setzt ihr Fraktionsvorsitzender Fecker auf ein Totschlagargument: Er unterstellt, die SPD habe offensichtlich das Interesse an einem Konzerthaus verloren.

Auf Erstaunen stößt bei der SPD auch die Reaktion des Sprechers der Bürgerinitiative „Das bessere Verkehrskonzept“, Günter Schäfer. Der ehemalige grüne Landtagsabgeordnete meint ebenfalls, dass Konzertbesucher keinen Schritt zu Fuß gehen können.

„Wenn Fecker und Schäfer recht hätten, dürfte keine Veranstaltung des Theaters und kein Konzert der Philharmonie auch nur zur Hälfte ausgelastet sein“, weist Leipold auf deren widersprüchliche Argumentation hin. Überdies sei das Lago-Parkhaus, das zudem erweitern wolle, in bequemer Nähe. „Das ist allemal besser als ein 500-Plätze-Parkhaus auf Klein-Venedig, dessen Rentabilität von der Nutzung der Käufer abhängt und damit zusätzlich Verkehr anzieht“.

In einer Sitzungsvorlage lehnt die Stadtverwaltung die SPD-Vorschläge in sehr oberflächlicher Form ab.