Wie groß ist das Loch in der Kasse der Südwestdeutschen Philharmonie (Bild) wirklich? Nachdem im Jahr 2011 das Orchester von 300.000 Euro Verlust überrascht wurde, gibt es Befürchtungen, dass auch 2012 weitere Defizite drohen, von denen noch niemand weiß. Stadtrat Jürgen Leipold fordert daher eine verbesserte Steuerung des Betriebs.

„Die Frage, ob die Fehlentwicklung nicht absehbar war und damit frühzeitig hätte gegengesteuert werden können, ist jetzt schon klar beantwortbar: Es gibt beim Orchester offenkundig kein funktionierendes System der Kostenplanung und –kontrolle“, schreibt Jürgen Leipold in einem Antrag der SPD-Fraktion.

Ein solches Frühwarnsystem gehöre zu einem funktionierenden Beteiligungsmanagement und habe sich in anderen Betrieben der Stadt längst bewährt, so Leipold. Auch im Orchester dürfe die Einführung nicht länger verzögert werden, fordert die SPD. Eine Sondersitzung des Orchesterausschusses wird sich am 18. September mit dem SPD-Antrag beschäftigen.