Den drittgrößten Konstanzer Stadtteil erkennt man kaum als solchen. Es fehlt ein erkennbares Zentrum, auch als Wohngebiet verliert der Stadtteil an Attraktivität. SPD Spitzenkandidatin Hanna Binder fordert daher auf einer Podiumsdiskussion der Bürgergemeinschaft Fürstenberg-Wollamtingen einen städtebaulichen Rahmenplan für den Stadtteil: „Fürstenberg darf gar nicht erst in eine Abwärtspirale kommen.“

Binder warf anderen Gruppierungen inkonsequentes Verhalten vor: Alle lobten die Maßnahmen, die im Berchengebiet im Rahmen des Sanierungsgebiets „Soziale Stadt“ geplant werden. Doch als es im Rahmen der Haushaltsberatungen zum Schwur kam, wurden entsprechende Anträge der SPD abgelehnt. Viele gute Ideen müssen daher noch jahrelang auf ihre Umsetzung warten.

Wollmatingen hofft auf die Westtangente für eine wirksame Verkehrsentlastung. Doch deren Bau wird durch die Klage eines Gemeinderatskandidaten einer neuen freien Liste derzeit blockiert. Binder wies darauf hin, dass die guten Radwegeverbindungen nach Fürstenberg und Wollmatingen nur für Ortskundige zu finden seien. Bessere Beschilderung und Markierungen bringen viel. Entlang der Hauptstraßen endeten Radwege jedoch häufig im Nichts.