Wie soll sich das kulturelle Angebot der Stadt Konstanz weiterentwickeln? Welche Beiträge können die einzelnen Kultureinrichtungen leisten? Diese Fragen stehen hinter dem „Kulturentwicklungsprozess“, den der neue Sozial- und Kulturbürgermeister Dr. Andreas Osner einleiten will. Jürgen Leipold lobte die Initiative und verteidigte den Bürgermeister gegen Vorwürfe:

Gegenüber dem Südkurier erklärte Leipold: „Gewiss: der Konstanzer Gemeinderat war in seiner letzten Sitzung so mit der Aufarbeitung der Philharmonie-Krise beschäftigt, dass Bürgermeister Osners Beitrag zu strategischen Zielsetzungen im Kulturbereich zunächst undiskutiert blieb. Ihm deshalb zu unterstellen, er sei in Konstanz noch nicht so richtig angekommen, ist aber ziemlich daneben. Mit den beiden Zielen -Kurzfristig die Einsparvorgaben für die Philharmonie umzusetzen und mittelfristig die gesamte Finanz- und Wirtschaftsführung der Philharmonie so umzustellen, dass deren finanzielle Grundlagen langfristig gesichert sind- hat Osner klare Ansagen gemacht. Die Ankündigung eines „Kulturentwicklungsprozesses“ für die gesamte Konstanzer Kultur schließlich zeigt, dass er ernsthaft und zielgerichtet in Angriff nehmen will, was schon lange von den obersten Kulturhütern in unserer Stadt verlangt wird und von seinen Vorgängern nie geleistet wurde.“