Bewerbungskonzept wird vorbereitet

Konstanz will Stadt der Wissenschaft 2008 werden. Einstimmig beschloss der Haupt- und Finanzausschuss des Gemeinderats, dass bis zum Herbst ein konkreter Fahrplan für die Bewerbung erarbeitet wird. Der SPD- Fraktionsvorsitzende Jürgen Leipold hatte die Teilnahme an dem Wettbewerb, der vom Stifterverband der deutschen Wissenschaft ausgelobt wird angeregt. Die diesjährige Stadt der Wissenschaft ist Bremen.

Der Stifterverband will mit diesem Wettbewerb dazu beitragen, dass sich Städte ihres Potenzials als Hochschulstandort bewußt werden. Mit Hilfe des Wettbewerbs sollen eine Vielzahl neuer Netzwerke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und Kultur und Wissenschaft neu entwickelt und bestehende Netze gestärkt werden. Die Öffentlichkeit soll ein ganzes Jahr lang erleben, wie die Wissenschaft die Stadtentwicklung prägen kann.

Jürgen Leipold sieht eine besonders hohe Übereinstimmung zwischen den Zielen des Wettbewerbs und dem eigenen Anspruch der Stadt Konstanz und untermauerte dies mit Aussagen aus dem Leitbild der Stadt und aus Projekten im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms. Kein Zweifel: der Wettbewerb sei eine „Stadtmarketingaktivität erster Güte“.

Bis zum Herbst soll die Verwaltung ein Bewerbungskonzept und einen konkreten Fahrplan erarbeiten, beschloss der Ausschuss. Dabei müsse eng mit der Universität und der Fachhochschule, den Wirtschaftskammern, technlogie- und forschungsorientierten Unternehmen und den Medien zusammengearbeitet werden.

Verwundert war die SPD jedoch über die Sitzungsvorbereitung der Verwaltung. Dem Oberbürgermeister und seinem obersten Wirtschaftsförderer war der SPD- Antrag keine einzige Zeile wert. Die SPD-Fraktion griff daher zur Selbsthilfe und informierte die Gemeinderäte in einer eigenen Sitzungsvorlage über die Chancen des Projekts.

Bis zu 250.000 Euro erhält die siegreiche Stadt der Wissenschaft aus Mitteln des Stifterverbands.