Das gibt es nicht oft: Mit viel Lob bedachte Marion von Wartenberg, stellvertretende DGB-Vorsitzende in Baden-Württemberg die grün-rote Landesregierung auf der gemeinsamen Mai-Kundgebung in Kreuzlingen. Die Abschaffung der Studiengebühren, das Tariftreuegesetz und die Industriepolitik seien deutliche Aufbruchsignale.

Die Sonderopfer für Beamte, die die Landesregieurng verlangt habe, stießen jedoch auf Kritik. Wartenberg kritisierte die „Verluderung der Sitten auf dem Arbeitsmarkt“. Leiharbeit unterlaufe Tarifverträge und verstoße gegen das Prinzip, „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.

Andi Rieger, Vizepräsident des Schweizer Gewerkschaftsbunds UN1A sieht in einer gerechten Steuerpolitik die „beste Schuldenbremse“. Die Schweiz brauche eine Erbschaftssteuer. Eine europäische Sockel-Unternehmenssteuer und eine Steuer auf Finanztransaktionen seien überfällig. Er warnte davor, ganz Europa tot zu sparen.

Moderiert wurde die gemeinsame Mai-Kundgebung der Thurgauer und Konstanzer Gewerkschafter vom Kreuzlinger SP-Gemeinderat Dino Lioi. Der Tag der Arbeit sei der einzige Feiertag der weltweit von allen Kulturkreisen begangen werde.