„Wider die ökonomische Unsichtbarkeit der Frauen“ lautet der Untertitel des Buchs, das die SPD-Landtagsabgeordnete Christine Rudolf am Freitag, den 20. März um 19 Uhr in Konstanz (Hotel Barbarossa) vorstellte. Die 44jährige Rudolf vertritt seit 1996 den Wahlkreis Bietigheim im Landtag und ist dort Mitglied des Finanzausschusses. Als studierte Ökonomin bringt sie den nötigen fachlichen Hintergrund mit. Rudolf trat auf Einladung der Gewerkschaften im Rahmen des Aktionstags equal-pay-day auf.

Frauen und Geld. Das finanzielle Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen ist immer noch ein Tabu. Steht dahinter die Frage nach der fehlenden Macht der Frauen? Über Jahrhunderte hinweg hatten Frauen nur eingeschränkt Zugang zu Finanzen, während sie stets die Masse der Ärmsten stellten – eine Konstante, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der sich entwickelnden Marktwirtschaft zieht. 16 Frauen aus Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte, Psychologie und Pädagogik, Wirtschafts- und Sozialwissen-schaften haben „Frauen und Geld“ in der geschichtlichen Entwicklung und in ihrem sozialen Kontext bei einer Tagung von „Frauen und Geschichte Baden-Württemberg e.V.“ und der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart untersucht. Daraus ist nun das Buch „Frauen und Geld – Wider die ökonomische Unsichtbarkeit von Frauen“ entstanden und nun im Ulrike Helmer Verlag erschienen. Kapitel wie „Das Private ist ökonomisch: Geld, Familie, Liebe“, „Chancen des Unternehmerinnentums“ oder „Lustgewinne? Vom „Großen Geld“ in der Sexarbeit und anderen Mythen“ laden zum genaueren Hinsehen ein. Drei der zwölf Kapitel sind dem Genderbudgeting gewidmet – denn neben einer neuen Sicht auf die Geschichte bieten die Autorinnen auch Lösungswege für heutige Probleme an.