Erinnerung an die Bücherverbrennung

„Dies war ein Vorspiel nur, dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“

Dieser prophetische Satz Heinrich Heines aus seiner Tragödie ,,Almansor“ (1821) wurde nach 1933 in Deutschland traurige Wirklichkeit. Anlässlich der Bücherverbrennung 1933 in zahlreichen deutschen Städten, wie z.B. München, Berlin, Würzburg, Hamburg und Dresden, finden auf Anregung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Leipold rund um den 10. Mai mehrere Gedenkveranstaltungen in Konstanz zur Erinnerung an das Geschehen vor 75 Jahren statt.

Das Kulturbüro der Stadt veranstaltet am 9. Mai vormittags eine Aktion, bei der Schüler mit Straßenmalkreide die Namen von Autoren, deren Werke 1933 verbrannt wurden, auf das Pflaster vor das Kulturzentrum schreiben werden.
Eine Aktion gegen das Vergessen. Um die Autorennamen lesen zu können, müssen sich die Passanten zu ihnen hinab neigen – ein Zeichen der Verbeugung vor Bertolt Brecht, Oskar Maria Graf oder auch Erich Kästner, um nur einige hier zu nennen.

Währenddessen werden drei Nachwuchsschauspieler vom Jugendtheaterclub Konstanz Texte aus den Werken dieser Autoren ab 11.00 Uhr im Foyer des Kulturzentrums lesen.

Das Theater Konstanz veranstaltet am 10. Mai um 17.00 Uhr eine Lesung im Café Wessenberg mit Anja Panse, Ingo Biermann, Thomas Ecke sowie musikalischem Beitrag am Saxophon von Peter Kosiol. Näheres bei der Theaterkasse unter der Telefonnummer: 07531 / 900-150.

Die Stadtbücherei baut im Foyer des Kulturzentrums einen Büchertisch und Stellwände mit den Feuersprüchen sowie Informationen zu diesem Tag auf. Diese werden am 9. und 10. Mai dort stehen.