Kümmert sich die Stadt Konstanz zuwenig um ihre Grün- und Freiflächen? SPD-Stadträtin Brigitte Leipold macht in einem Südkurier-Beitrag Vorschläge für ein „blühendes Konstanz“.

Jürgen Penzler sei Dank. Durch seine Initiative ist eine Diskussion über die Freiflächen in unserer Stadt wieder aufgeflammt.

Vor drei Jahren fanden Anträge der SPD für ein blühendes Konstanz im Gemeinderat keine Unterstützung, selbst die Grünen waren mit dem Bestehenden zufrieden. Im schönsten Verwaltungsdeutsch sagte der Leiter der Technischen Betriebe: „Die Ambivalenz der Ansprüche an Gestaltung und Erscheinungsbild sowie der politische Sparwille machen die Organisation der gärtnerischen Pflegeleistungen schwierig“ . Hinzu kommt: die öffentlichen Flächen haben zugenommen, sie müssen geplant und gepflegt werden: Trotzdem: Gegen unsinnige oder nicht umsetzbare „Sparzwänge“ muss man sich auch mal wehren.

Die TBK verdienen auch Lob: Für die Baumpflege, den Stadtgarten oder das Konzilumfeld. Beim Litzelstetter Kreisel kann man erleben, was fachmännische Gestaltung und Pflege möglich machen. Man muss nicht unbedingt nach Frankreich fahren, um wunderschön gestaltete Verkehrsinseln zu finden In Überlingen, Markdorf, Steißlingen oder in Schweizer Nachbargemeinden finden sich genügend gute und lehrreiche Beispiele: Wiesenblumen blühen dort am Straßenrand.

Meine Wünsche sind klar: Blumenwiesen statt Straßenbegleitgrün, attraktiv und abwechslungsreich bepflanzte Kreisel, für die Gartenbaufirmen als Sponsoren in Frage kommen, Patenschaften für Pflanzflächen. Vorbildlich ist die Aktion „die City blüht“ der Stadt Aalen. Dort werden acht Plätze in der Innenstadt von verschiedenen Landschaftsgärtnern gestaltet.. Besucherzahl: Eindrucksvolle 100 000.

Es ist ein Irrglaube, für die Attraktivität unserer Stadt käme es nur auf Parkhäuser an. Grün und Blumen können unglaublich schön und spannend sein