7000 Fans feierten in der WM-Arena auf Klein Venedig ein Fussballfest; tausende von Besuchern lockte der Flohmarkt in unsere Stadt. Konstanz zeigte sich zuletzt in bester Feierlaune. In den nächsten Wochen wird dies so bleiben, denn eine attraktive Veranstaltung folgt auf die andere.

Doch die Freude über gelungene Partys und Events ist nicht ungeteilt. Immer häufiger erreichen Stadtverwaltung und Gemeinderat Klagen über die mit den Veranstaltungen verbundenen Belästigungen.

Die Stadt Konstanz braucht daher ein besseres Veranstaltungsmanagement, meint der Vorsitzende der SPD-Fraktionim Gemeinderat, Jürgen Leipold.

Ein erster Schritt dazu könnte ein Veranstaltungskalender sein, aus dem hervorgeht für welche Veranstaltungen und Aktionen Straßen und Plätze in Anspruch genommen werden. Diese Liste soll frühzeitig veröffentlicht werden, damit Anwohner sich frühzeitig auf Belästigungen einstellen und ihnen auch ausweichen können.

Jürgen Leipold: „Der Veranstaltungskalender macht vielleicht auch deutlich, dass weniger mehr sein könnte. Ich will damit sagen: Für mich haben Veranstaltungen, die mit Konstanzer Traditionen zu tun haben, und Veranstaltungen, die von Konstanzern für Konstanzer gemacht werden, eindeutig Vorrang.“ Der Verzicht auf ein importiertes Oktoberfest z.B. würde der Stadt kaum schaden. Der Gemeinderat sollte der Verwaltung Richtlinien vorgeben, womit auch die Genehmigungspraxis transparenter würde.

Im Juli wird der Gemeinderat über Lärmschutz in der Stadt beraten. „Lärmschutz ist Gesundheitsschutz und kein Instrument, um Geschmacksfragen durchzusetzen. Es geht keineswegs darum, Freiluftveranstaltungen zu verhindern, sondern so sie zu planen, dass möglichst wenig Belästigungen von ihnen ausgehen und alle damit leben können – diejenigen, die feiern, und die, die nicht bei jedem Fest dabei sind.“</p